Zitat

Die Menschen

Die „ForscherInnen ohne Grenzen“ sind eine heterogene Gruppe von Flüchtlingen und AsylwerberInnen. Einige möchten sich Ihnen hier – der Bereich befindet sich noch in Aufbau – vorstellen. In Kürze finden Sie hier weitere Talente auf der Suche nach MentorInnen oder Weiterbild ungsmöglichkeiten. Wir ersuchen Sie um Verständnis, dass viele von ihnen ihre Namen nicht in der Öffentlichkeit nennen wollen. Sie haben aber jederzeit die Gelegenheit, die KandidatInnen persönlich kennen zu lernen.

Herr G.

Studium der Medizin am Nord-Osetischen Medizinischen Institut, Grosny, Tschechenien (Wladikawkas)  Nach meinem Medizinstudium habe ich meinen Turnus in Grosny gemacht (1980-1981). Danach arbeitete ich 9 Jahre als Leiter der Kinderabteilung eines Krankenhauses im Bezirk von Naursk. Im Jahre 1991 zog ich nach Grosny um und arbeitete 3 Monate als Notrufarzt. Danach wechselte ich ans Spital 6 in Grosny, im selben Jahr machte ich auch eine Spezialisierung zum Therapeuten in Wolgograd und auch eine Spezialisierung zum Psychotherapeuten (ST. Charcow, Ukraine). Dann kehrte ich zurück und arbeitete als Therapeut und Psychotherapeut bis 2000. Von 2000 bis 2004 arbeitete ich am Spital 3 in Grosny. Seit 2004 bin ich mit meinen 2 Töchtern ( 17 Jahre und 13 Jahre) in Österreich und wohne jetzt in Wien.

Status: Asylberechtigt
Sucht: Training, Mentoring, Job

Herr V.

"Ich habe 1989 die Mongolische Staatsuniversität als Dipl. Soziologe und als Dipl.Jurist abgeschlossen. Seit 1989 war ich als Professor an der Oberschule und danach als Professor an der Universität, Fakultät für Soziologie und Jura tätig. Nebenberuflich habe ich Vorlesungen an verschiedenen Institutionen, Schulen, Firmen und für Vereine mit den verschiedensten Themen gehalten wie z.B. "Gute Arbeitsbeziehung zwischen Professor u. Schüler", "Wie kann eine gute Gemeinschaft funktionieren","Leben und Sitten verschiedener Völker", "Menschliche Diplomatie und Zeremonie" usw. Ich beherrsche Russisch, Deutsch und Rumänisch in Wort und Schrift. EDV Kenntnisse, Führerschein "B"."

Status: Ich bin derzeit Asylwerber und würde mich freuen, wenn Sie irgendeine Möglichkeit finden, mich in Ihre Projektarbeit einzubinden und mir damit die Chance zu geben, Kontakt mit österreichischen BerufskollegInnen aufzunehmen.

Herr K.

"Ich bin in Nigeria geboren und 34 Jahre alt. Ich habe Mikrobiologie (B.S.) auf der Lagos State Universität studiert. Ich habe Praxiserfahrungen im industriellen wie auch im medizinischen Bereich gesammelt. Da ich gerne wieder als Mikrobiologe tätig sein möchte, interessiere ich mich für ein Praktikum . Derzeit lebe ich als Asy lwerber in Österreich.

Herr I.

Herr I stammt aus Palästina und ist 34 Jahre alt. Er studierte Informatik und Computer-Technologie in Aserbeidschan. Er arbeitete als Health-Safety-Environment Officer bei einer internationalen Firma ebendort. Herr I spricht fünf Sprachen (Arabisch, Russisch, Azeri, Englisch und Deutsch).  Er ist Asylwerber und würde sich über jedes entsprechende Praktikumsangebot freuen.

Frau C.

Mein Name ist Anna C. und ich bin in Afghanistan geboren, Ich bin 43 Jahre alt und habe Physik an der Wissenschaftlichen Fakultät der Universität Kabul studiert. Nach meinen Studium habe ich bei einem Photovoltaik-Projekt gearbeitet und möchte gerne wieder in diesem Bereich tätig sein. Ich besitze einen Flüchtlingstatus und würde mich über jede Fortbildungsmöglichkeit, um in diesem Bereich wieder Fuß zu fassen, freuen.

Herr O.

„Ich bin diplomierter Sprachwissenschaftler und stamme aus Somalia (Sprachkenntnisse: Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Deutsch und Somali). Dort habe ich für internationale und lokale Organisationen als Universitätslehrer, Journalist und Journalismuslehrer gearbeitet. In Österreich habe ich nun einige (Wörter-)Buchprojekte in Arbeit, die ich gerne publizieren möchte:

1. Medizinisches Fachwörterbuch: Somali-Deutsch / Deutsch-Somali. Bei dieser ersten vollständig aktualisierten Ausgabe handelt es sich um ein  Wörterbuch der Medizin, in dem man 2 250 wichtige Stichwörter findet. Meine persönliche Motivation dieses Wörterbuch mit medizinischen Fachbegriffen zu schreiben, ergab sich aus meiner Erfahrung, dass sich viele Somalis in Österreich, Deutschland und in der Schweiz (d.h. in den deutschsprachigen Ländern) beim Arzt oft schwer verständigen können.

2. Wörterbuch Deutsch – Somali. Dieses Wörterbuch mit über 30,000 wichtigen Stichwörtern befindet sich in Arbeit (es ist bereits zu ¾ fertig gestellt).

Ich bin anerkannter Flüchtling und würde mich über jegliche Hinweise in Bezug auf Verlage, Institutionen oder Kontaktadressen, die für die Publikation dieser (Wörter-) Buchprojekte hilfreich wären, freuen.

Herr T.

Studium der Anthropologie; er besitzt ein Diplom für internationale Menschrechte. Mehr als ein Jahrzehnt tätig für verschiedene Institutionen und Agenturen der Vereinten Nationen.

Herr. T. (42 J.) ist kongolesischer Staatsangehörigkeit, und gehört zu einer der verfolgten Minoritäten in der Demokratischen Republik Kongo. Herr T. kam 2003 nach Österreich. Nach 18 Monaten Aufenthalt wurde er als Flüchtling anerkannt. Herr T. besitzt verschiedene Diplome sowie eine vielfältige Berufserfahrung. Trotzdem trifft Herr T., wie alle anderen Flüchtlinge und Migrant/innen in Österreich, auf Schranken und Hindernisse auf dem Weg in den Arbeitsmarkt. Keine österreichische Berufserfahrung, keine Arbeit! Gerne hätte er während seiner zweijährigen Wartezeit entsprechende Berufserfahrungen in Österreich gesammelt. Die Chance dazu hat er bislang nicht erhalten.

Status: anerkannter Flüchtling
Sucht: Training, Job