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ForscherInnen ohne Grenzen: Das Projekt

Viele Wissenschafter/innen fliehen vor Krieg, politischer Verfolgung und Rassismus. Einige von ihnen stranden als Asylwerber/innen in Österreich. Doch ihre Talente liegen brach, während andernorts über brain gain und Fachkräftemangel diskutiert wird.

Die Ziele

Sie sind Ärztinnen, Ingenieure oder Historiker. Einst hatten sie Schlüsselpositionen in ihrer Gesellschaft, nahmen am akademischen Diskurs teil, bildeten sich fort und engagierten sich in ihrer Gemeinde. Geflohen vor Krieg und existenzieller Not, vor politischer Verfolgung und Rassismus verbringen sie heute ihren Tag mit Warten. Warten auf einen Asylbescheid oder einen Job. Die Rede ist von ganz besonderen Talenten: von hoch qualifizierten AsylwerberInnen oder Flüchtlingen.

Oft finden sich viele dieser Akademiker/innen in unqualifizierten Jobs wieder, dankbar, dass sie überhaupt einen Job haben und sich selbst versorgen können: Die Chirurgin aus dem Sudan, die hier Hilfsarbeiten leistet; der Ingenieur aus dem Iran, der als Taxifahrer arbeitet oder die Physikerin aus Tschetschenien, die Wohungen putzt. Ihre Probleme sind vielfältig und reichen von mangelnden Deutschkursen, der fehlenden Anerkennung akademischer Titel bis zur unterschiedlichen Wissenschaftskultur, die ihnen eine Rückkehr in ihren erlernten Beruf unmöglich macht.

Der Verein „ForscherInnen ohne Grenzen“ will diese verschütteten Talente heben. Mit einem Mentoring-Programm und der Vermittlung von Trainings und Weiterbildungen sollen erste Schritte in Richtung eines erfüllten Berufslebens gesetzt werden. Veranstaltungen, Deutschkurse und simple Infrastruktur wie Computerzugang und Kommunikationsräume sollen das schwierige Dasein als AsylwerberInnen und Flüchtlinge erleichtern. Ziel ist es, den „verborgenen Talenten“ den Einstieg in den Arbeitsmarkt und die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern, um aus der unfreiwilligen Migration dieser Menschen einen Gewinn für das Land zu machen.

Die Aktivitäten

 

Ein ForscherInnen-Zentrum der anderen Art

Entstanden aus dem „Büro für wissenschaftlichen Strandgut“ der Wissenschaftsausstellung „die wahr/falsch inc.“, Wien 2006 ist der Verein „ForscherInnen ohne Grenzen“ ein loser Zusammenschluss von derzeit rund 25 Personen. Für Interessierte finden regelmäßig Deutsch-Konversationsstunden statt und Einzelpersonen werden individuell betreut.
Darüber hinaus gibt es in unregelmäßigen Abständen Veranstaltungen, Spaziergänge und andere Aktivitäten.

Gerne halten wir Sie über die Termine am Laufenden:
Kontakt

Der Verein

 

ForscherInnen ohne Grenzen: Talente im Land!

Die „ForscherInnen ohne Grenzen“ sind ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien zur Förderung der Integration von hoch qualifizierten Flüchtlingen und AsylwerberInnen in den Arbeitsmarkt und die scientific community.

Vorstand
Obfrau: Mag. Judith Kröll
Schriftführer: Dr. Klaus Neundlinger
Kassier: Alexander Martos
Rechnungsprüfer 1: Mag. Bertram Schütz
Rechnungsprüfer 2: Dr. Bernd Kräftner

Kontakt:
ForscherInnen ohne Grenzen
Judith Kröll

c/o Science Communications
Kirchberggasse 7/2
1070 Wien

T: +43 1 585 60 69
F: +43 1 585 60 69-12
E: office@researcherswithoutborders.at